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Fachmittelschule |





Kulturelle Aktivitäten 2011 - 2012
Vol spécial
Film von Fernand Melgar
Im Gefängnis von Frambois warten Sans-Papiers und abgewiesene Asylsuchende auf ihre Ausschaffung aus der Schweiz. Hinter den geschlossenen Türen steigen täglich die Spannungen: Auf der einen Seite stehen Aufseher mit menschlichen Wertvorstellungen, auf der anderen Männer in Angst und unter Stress. Die Beziehungen untereinander sind geprägt von Freundschaft und Hass, Respekt und Auflehnung. Bis zum Moment der Ausschaffung. Die Ankündigung trifft jeden wie ein Faustschlag. Wer sich gegen den Transport wehrt, wird gefesselt und mit Gewalt in ein Flugzeug gesetzt. In dieser Extremsituation hat Verzweiflung einen Namen: vol spécial (Ausschaffungsflug).
1. bis 3. Klassen am Freitag, 14. Oktober 2011 nach Plan
Biografie: Ein Spiel
Komödie von Max Frisch
Talman Ensemble, Freiburg
In Frischs Drama erhält der todkranke Verhaltensforscher Hannes Kürmann die Chance, sein Leben nochmals neu zu gestalten und so seine Biografie zu verändern. Denn nun weiss er um seine Zukunft und kann sich gegenüber Menschen und Ereignissen anders verhalten. Als erstes möchte er die sieben Jahre zerrütteter Ehe mit Antoinette rückgängig machen. Der Registrator führt Kürmann zurück zu jenem Abend, als er bei einer Feier Antoinette Stein kennen lernte. Doch wie er es auch dreht, stets endet es mit einer gemeinsamen Nacht des künftigen Paares. Kürmann weigert sich zu glauben, dass sein Leben auch ganz anders hätte verlaufen können. Er probiert verschiedene Situationen aus seinem Leben nachträglich zu korrigieren - doch alles ist vergebens. Kürmann will nochmals zurück zum Abend seiner Begegnung mit Antoinette. Diesmal verlässt sie ihn. Erst jetzt begreift er, dass er seine Frau all die Jahre unterschätzt hat. Er will sie nun nicht mehr gehen lassen. Der Registrator wiederholt die Szene, bis Antoinette an Kürmanns Seite bleibt. Sie heiraten erneut - und erneut gerät die Ehe in eine Krise. Der Registrator kehrt nun den Spiess um und lässt Antoinette die Wahl, ihre Biografie zu verändern. Diese zögert nicht lange und verlässt Kürmann... Kürmann, der seinem Namen gemäss die freie Wahl zu haben scheint, wird letztlich selber zum "Abgewählten".
1. Klassen am Freitag, 4. November 2011 um 20.00 Uhr in der Aula der Universität Freiburg
Der Gott des Gemetzels
Schauspiel von Yasmina Reza
Euro-Studio Landgraf
Zu Beginn dieses weltweit erfolgreichen Stückes ist eigentlich das Schlimmste schon geschehen: Zwei elfjährige Jungen haben sich geprügelt, der eine hat mit dem Stock zugeschlagen, der andere zwei Schneidezähne verloren. So treffen sich die Elternpaare Alain und Annette mit Veronique und Michel, um in aller Ruhe zu beraten, wie man pädagogisch sinnvoll auf Ferdinand (den Täter) und Bruno (das Opfer) einwirken kann.
Sie ringen um das Schriftstück zur Schadensregulierung für die Versicherung. Schon bei der Formulierung entzündet sich der erste Konflikt. Wer war denn nun eigentlich der Schuldige? Sind nicht eher die Eltern der beiden Prügler mitschuldig?
Aus dem Abend, der so überaus freundlich und zivilisiert begonnen hat, entwickelt sich ein Gemetzel, das jenes der Kinder bei Weitem übertrifft. Je nach Situation eskaliert die Stimmung. Es ergeben sich überraschende Fronten und Koalitionen, bei denen das eigentliche Ziel des Treffens restlos verloren geht. Am Ende sind alle k.o., ein Handy ist ertränkt und zwei Tulpensträuße sind zerfetzt.
Der geplante Friedensgipfel verwandelt sich in eine handfeste Zimmerschlacht. Mit diabolischem Humor und erbarmungsloser Treffsicherheit spießt Yasmina Reza die moderne bürgerliche Gesellschaft auf. Das Stück ist ein Leckerbissen für vier wortgewandte Schauspieler und ein »gefundenes Fressen« für alle, die »Action« lieben. Am Ende behält einer die Oberhand: Der Gott des Gemetzels...
2. Klassen am Montag, 5. Dezember 2011 um 20.00 Uhr in der Aula der Universität Freiburg
Madame Butterfly
Italienische Oper in drei Akten von Giacomo Puccini
Kammerorchester Freiburg unter der Leitung von Laurent Gendre und der Chor der Oper Freiburg unter Leitung von Inna Petcheniouk
Nagasaki, 1904. Ein junger amerikanischer Offizier, der sich in Japan aufhält, B. F. Pinkerton, heiratet eine fünfzehnjährige Geisha., Cio-Cio San, genannt Butterfly. Die Heirat ist für ihn nichts weiter als ein exotisches Abenteuer, während sie von der jungen Japanerin sehr ernst genommen wird. Nach der Hochzeitsfeier und nachdem seine Frau schwanger geworden ist, verlässt Pinkerton das Land. In Hoffnung auf seine Rückkehr hält ihm Cio-Cio San die Treue und lehnt zahlreiche Heiratsanträge ab. Drei Jahre später kommt Pinkerton mit seiner neuen amerikanischen Frau nach Japan zurück. Als Butterfly ihre Situation durchschaut, übergibt sie ihr Kind dem Vater und erdolcht sich.
3. Klassen am Mittwoch, 1. Februar um 13.30 Uhr im Equilibre
Die Dreigroschenoper
Stück von Bertolt Brecht und Musik von Kurt Weill
Theater Biel Solothurn
Die weltberühmte Dreigroschenoper wurde 1928 in Berlin uraufgeführt. Brecht kritisiert darin die Mentalität der Bürger. Der Komponist Kurt Weill mischte in seiner Musik Elemente aus Jazz und Tango, Blues und Jahrmarktsmusik und garnierte sie mit ironischen Seitenhieben auf bürgerliche Oper und Operette. Daraus entstand ein Welthit.
Das Stück spielt im London der Zwanziger Jahre. Der Bettlerkönig Jonathan Peachum engagiert Leute, um sie als Bettler auf die Strasse zu schicken. Das Geschäft mit den «Ärmsten der Armen» läuft gut, er kassiert einen grossen Teil der Bettler-Einnahmen. Doch da erfährt er, dass seine Tochter Polly sich heimlich mit dem Gangsterboss Mackie Messer, dem König der Strassendiebe, eingelassen hat. Der Vater tobt und fürchtet um sein Geschäft. Als sich herausstellt, dass die beiden heimlich geheiratet haben, kommt es zum Krieg in Londons Halb- und Unterwelt. Schnell holt Peachum seinen Freund, den Polizeichef Brown zu Hilfe. Mackie Messer soll angezeigt, gefangen gesetzt und schliesslich am Galgen hingerichtet werden. Trotz Pollys Warnung verlässt der frisch gebackene Ehemann die Stadt nicht. Die Hure Jenny verrät ihn und er steckt mit seinem Hals schon fast in der Schlinge. Die Hinrichtung scheint unabwendbar, doch Brecht erfand seinen eigenen gesellschaftskritischen Schluss.
Das Theater Biel Solothurn unter der Regie der international erfolgreichen Spielleiterin Katharina Rupp wird eine ironisch-aktualisierte Inszenierung zeigen. Für die Musik wurde ein Live-Orchester unter Leitung von Andres Joho engagiert.
3. Klassen am Montag, 13. Februar 2012 um 20 Uhr, im EQUILIBRE
FIFF – Iternationales Filmfestival
(Das konkrete Programm wird noch festgelegt.)
Das Internationale Filmfestival Freiburg (FIFF) gehört im Bereich Entdeckung und Promotion des Filmschaffens aus Afrika, Asien und Lateinamerika zu den europäischen Pionierveranstaltungen. Jährlich im März wird das Festival zu einem der wichtigen Treffpunkte für Kinofans und Filmschaffende aller Kulturen, Liebhaber von klassischen oder zeitgenössischen Werken, von Autorenfilmen und populären Grossproduktionen.
1. bis 3. Klassen vom 24. bis 31. März 2012
Schultheater der Fachmittelschule Freiburg
(Das konkrete Datum und Programm wird noch festgelegt.)
1. bis 3. Klassen


